TCM

Die traditionelle chinesische Medizin

TCM ruht auf mehreren Säulen:

 

a) Die Ernährung nach den 5 Elementen

b) Die chinesischen Bewegungsübungen Tai Qi und Oi Gong

c) Die chinesische Kräuterheilkunde

d) Die Akupunktur

e) Die chinesischen Massagen

 

1. Die Wirkungsweise der TCM

Die grundlegende Idee der TCM besteht darin, die körpereigene Energie, das "Qi" zu harmonisieren, d.h. auszugleichen und zum Fliessen zu bringen. Damit werden Füllezustände abgebaut, Leerezustände aufgefüllt und Stauungen aufgelöst. Der TCM-Therapeut muss die jeweiligen Disharmonien ausfindig machen und ausgleichen.

2. Die TCM und die westliche Medizin

In unserer westlichen, hochtechnisierten Gesellschaft steigt zwar die Lebenserwartung, aber nicht das Wohlbefinden der Bevölkerung. Laut Statistik fühlen sich 2/3 aller Deutschen "nicht gesund". Sogenannte - funktionelle Beschwerden - wie Schlaflosigkeit, Unwohlsein, Verstimmungen, chronische Müdigkeit, Reizbarkeit, Unlust, sowie Schmerzen ohne messbare Ursache, werden häufig bei Arztbesuchen genannt. Das Problem vieler Patienten ist, dass siese sog. - funktionellen Beschwerden - tatsächlich vorhanden sind, aber schulmedizinisch nicht messbar sind. Viele dieser Befindenstörungen werden als psychosomatisch abgestempelt oder die Patienten fallen unter die Kategorie Hypochonder (eingebildeter Kranker). 10 % der Bundesbürger sind chronisch krank und diese Zahl steigt ständig (z.B. Diabetis, Asthma, Allergien). Der finanzielle Aufwand für Diagnose und Therapie nimmt zu. Die verordneten Medikamente haben oft ihrerseits wieder Nebenwirkungen, die dann wiederum behandlungsbedürftig sind.

3. Die Kombinationsmöglichkeiten von westlicher Medizin und TCM

Gerade wegen der grossen Unterschiede zwischen westlicher Medizin und TCM sind beide sehr gut kombinierbar und können einander ergänzen. Die TCM ist als Vorbeugung und bei funktionellen Beschwerden sehr gut einsetzbar. Bei akuten Fällen, also lebensbedrohlichen Erkrankungen, z. Bsp. einer Blinddarmentzündung, notwendigen Operationen, sonstigen Notfällen, Infektionskrankheiten und schweren Erkrankungen, ist die westliche Medizin unverzichtbar. Chronische Erkrankungen dagegen, können mit der TCM behandelt werden und zwar oft gerade dann, wenn westlich orientierte Medizinier festellen "damit müssen Sie leben".

4. Das YIN und YANG

Sind aus der Betrachtung der Natur hervorgegangen. Mit den zyklischen Bewegungen der beiden Pole, die jeweils z.T. ineinander verschmelzen, aber den Keim des jeweiligen anderen in sich tragen, lassen sich alle Vorgänge des Lebens mit den Begriffen Yin und Yang erklären.

YANG ist: Licht, Sonne, Aktivität, Himmel, Lust, Energie.

YIN ist: Dunkel, Mond, Erde, Ruhe, Körper, Materie.

Alle Krankheitssymptome haben entweder Yin- oder Yang-Charakter. Das bedeutet in der Therapie:

  • Bei zu wenig Yang Yang stärken
  • Bei zu wenig Yin Yin stärken
  • Bei zu viel Yang Fülle beseitigen
  • Bei zu viel Yin Fülle beseitigen

Beispiel: eine akute, heisse, schmerzhafte Entzündung = Yang-Erkrankung (Wespenstich, Knieentzündung). Eine chronische Erkrankung (Arthrose) hat eher kühlen Charakter = YIN-Erkrankung. Jede Erkrankung kann beiden Stadien durchlaufen und natürlich auch von einer Qualität in die andere wechseln. Erst wenn Yin und Yang wieder im Gleichgewicht sind, ist der Körper gesund.

 

Das QI

Wenn Yin und Yang miteinander verschmelzen (Zeugung des Menschen) entsteht QI. Diese Grundsubstanz des Lebens bedeutet Atem, Energie, Leben, Kraft und Vitalität. Es gibt verschiedene Arten des Energieprinzips QI:

  • Das sogenannte Ursprungs-QI, auch Essenz, ist der Motor des Lebens
  • Das Nahrungs-QI, es entsteht aus der über den Magen aufgenommenen Verwertung durch die Milz
  • Das sog. "wahre QI" zirkuliert durch die Meridiane
  • Das Abwehr-QI ist im Körper für die Abwehr zuständig

Die Aufgaben des QI sind also sehr vielfältig:

  • Umwandeln (Nahrung in Energie)
  • Transportieren (in die Mediriane, Organe, Gewebe)
  • Halten (Körperflüssigkeit, Blut, Urin, Schweiss)
  • Heben (hält Organe an ihrem Platz wie Gebärmutter, Blase, Magen, Niere)
  • Schützen (wehrt path. Faktoren ab; wie Wind, Nässe, Kälte)
  • Wärmen (Körpertemperatur)

Störungen im Q-Haushalt

  • Qi-Mangel: Herzklopfen, Atemnot, häufiger Harndrang, Appetitlosigkeit, Durchfall, Müdigkeit
  • QI-Stagnation: Kopf-Bauch-Rückenschmerzen, Menstruationsschmerzen, Spannungsgefühl, Blähungen, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen.
  • Sinkendes Oi: Besonders bei Problemen mit der Blase, der Gebärmutter, Depressionen, Müdigkeit, Antriebsschwäche.
  • Rebellierendes Oi: Das Qi fließt in die falsche Richtung. Z. Bsp. Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Asthma, Schwindel, Kopfschmerzen.

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